Einige persönliche Worte zum Fortbestand dieses Blogs


English Version

Warum betreibt man in einem Blog. Eine Frage die mich schon länger beschäftigt. Bauen, Bilder fotografieren und stunden- und teilweise tagelang an einem Text feilen. Dann alles durch die Rechtschreibprüfung schicken. Mindestens ein weiteres Mal gegenlesen und dann übersetzen, damit die Leserschaft in einer weitverbreiteten Sprache auch meinen Gedanken folgen kann. Auch zahle ich jährlich einen Geldbetrag an den Betreiber, um die vielen Bilder zu archivieren und auch die Infrastruktur vorzuhalten. Damit sind zudem meine Beiträge für alle Interessierten werbefrei. Einen finanziellen Hintergrund hat meine Seite nicht. Nur das Teilen meiner Baustellen und Freuden.

In den vergangenen Tagen bekam ich nun eine unerwartete Nachricht von einem Leser. Er machte mich auf einen Fehler in einem Beitrag aufmerksam. Ich bin ja nicht in allen Bereichen technisch kundig, lese also im Zweifelsfall nach und versuche es mit meinen Worten verständlich niederzuschreiben. Natürlich auch mit dem Risiko Sachverhalte nicht völlig korrekt wiederzugeben. Das Beispiel soll aber nur den Zustand beschreiben, den ich mir wünsche. Mit sachlicher Kritik kann ich gut umgehen.

Viele erinnern sich noch an die Coronazeit. Sportveranstaltungen ohne Zuschauer und damit auch ohne Emotionen und Leidenschaft. Keine schöne Erinnerung, aber eine gewollte Parallele zu meinem Problem.

Fehlen also Zuschauer und damit Kritiker, verliert eine Vorstellung ihren Reiz. Immerhin ist Begeisterung und Anerkennung auch eine Art von Antrieb und Motivation. Ohne solches Zutun verkommt jedes Ereignis zur völligen Bedeutungslosigkeit. Genau das beschreibt meine derzeitige Situation. Ich will es einmal auf den Punkt bringen. Runde 50 Kommentare in 8 Jahren. Sind die vorgestellten Beiträge überhaupt von Interesse und Bedeutung. Braucht es nur Bilder, mehr oder weniger Text, eine bessere Beschreibung oder was auch immer.

Ich kann die Frage nicht einmal beantworten, nur Vermutungen anstellen. In einem Punkt bin ich mir aber sicher, ohne Änderung der Situation hat dieser Blog für mich keine Zukunft. Eine kurzfristige Einstellung ist dann nur eine Frage der Zeit.

Wird möglicherweise bald nicht mehr fortgesetzt…

English Version

A few personal words about the future of this blog


Why do people run a blog? It’s a question that’s been on my mind for quite some time. Building the site, taking photos, and spending hours—sometimes even days—polishing a single post. Then running everything through spell check. Proofreading it at least one more time, and then translating it so that readers can follow my thoughts in a widely spoken language. I also pay an annual fee to the site operator to archive the many photos and maintain the infrastructure. This also ensures that my posts are ad-free for anyone interested. My site has no financial motive. It’s simply about sharing my construction projects and joys.

In the past few days, I received an unexpected message from a reader. He pointed out an error in one of my posts. I’m not technically knowledgeable in all areas, so when in doubt, I look things up and try to explain them clearly in my own words. Of course, this comes with the risk of not conveying the facts entirely correctly. But the example is meant only to describe the situation I’d like to see. I can handle objective criticism just fine.
Many still remember the COVID era. Sporting events without spectators—and thus without emotion or passion. Not a pleasant memory, but a deliberate parallel to my problem.

So without an audience—and thus without critics—a performance loses its appeal. After all, enthusiasm and recognition are also a form of drive and motivation. Without that input, any event degenerates into complete insignificance. That’s exactly what describes my current situation. Let me get straight to the point. About 50 comments in 8 years. Are the posts I’ve shared even of any interest or significance? Do they just need pictures, more or less text, a better description, or whatever?

I can’t even answer that question—I can only speculate. But I’m certain of one thing: unless the situation changes, this blog has no future for me. Shutting it down in the near future is then only a matter of time.

It may not continue much longer…

Translation, with the kind support of deepl.com

2 Kommentare zu „Einige persönliche Worte zum Fortbestand dieses Blogs

  1. Lieber scalecrawler,

    zufällig bin ich auf Deinen Blog gestoßen, dann auf Deinen jüngsten Beitrag… Ich glaube, dass Du mit Deinen Inhalten durchaus eine Menge Zuschauer und dann auch Kommentare generieren könntest – würdest Du nicht auf ein sagen wir mal „nicht mehr ganz zeitgemäßes“ Medium namens „Blog“ setzen. Instagram, TikTok und YouTube – also Bewegtbild – werden leichter konsumiert und erzeugen vielfach höhere Klickzahlen. An Deiner Stelle würde ich Videos drehen, die KI das Material schneiden lassen und auf den bekannten Plattformen veröffentlichen. Müsste nicht mal Deine Stimme haben – kann heute auch KI sein. Ich bin mir sicher, dass Du mittelfristig sogar ein paar Euro verdienen würdest – quasi ein Taschengeld für das Hobby. Denn Deine Inhalte sind ja absolut sehenswert (und auch lesenswert)! Aber das ist nur meine Meinung. Glg, Marc

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    1. Hallo Marc,
      deine Antwort hat mich sehr gefreut. Solche Rückmeldungen würden mir auch völlig genügen. Als Hobby habe ich eher keine finanziellen Interessen. Es bleibt das Bedürfnis sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Kritik ist genauso willkommen wie Lob. Das ist für mich wie eine Vergütung und gleichzeitige Anerkennung.

      Über Alternativen habe ich mir aber auch schon Gedanken gemacht. Bisher stehe ich diesem Schritt aber noch skeptisch gegenüber. Da ich neben dem Basteln auch gerne schreibe, fühle ich mich auf beispielsweise Instagram nicht so recht wohl, bisher zumindest.
      Interessanterweise kommt der größte Zuspruch weiterzumachen aus meiner Familie. Im Moment halte ich mich noch etwas zurück und arbeite an einer privaten Baustelle. Ich werde insbesondere deinen Kommentar noch einmal überdenken und schnellstmöglich zu einem Fazit kommen.

      Meine letzten Beiträge zum Projekt Amazonas-Haus haben an Pfingsten ihren Niederschlag mit dem Gewinn des Wettbewerbs gefunden.

      In jedem Fall wünschte ich mir weiterhin solche Denkanstöße und Kommentare.
      LG Herbert

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