Einige Gedanken von scalecrawler

Einige sehr besinnliche Tage und wunderbaren Momente sind wieder bei mir vorbei gekommen. Der Blick nach innen und die Nachwirkung von Bildern und Erinnerungen des vergangenen Jahres wirken noch nach.

Die Rückbesinnung auf mein altes Hobby, den Funktions-Modellbau, hat neue schon lange nicht mehr erlebte Momente wachgerufen. Als Handwerker mit ausgeprägter Leidenschaft, habe ich mir eine neue Herausforderung gesucht und erlebte dabei neue Gefühlswelten. Das hat nichts mit dem zu tun, was man landläufig damit verbinden würde. Ich lebe schon seit Jahrzenten in der höchsten Gefühlsstufe, kein Wunder bei meiner Familie!

Wie schon bekannt, kaufte ich ja einen Modellbausatz der eigentlich schon längst fertig sein sollte. Eine Karosserie lackieren, das Fahrgestell, vier Räder und die Stoßdämpfer montieren, fertig! Der Kalender stand damals auf dem 20. Juli 2018. Eine Sache von einer Woche oder auch vier. Es kam aber etwas anders, stattdessen eröffnete der Mensch einen Modellbau-Blog und erstellte ein Lastenheft für das laufende Crawlerprojekt. Unerwarteter Weise mit ständig steigendem Umfang. Darin alles enthalten, was noch abzuarbeiten ist. Nicht das es damit schon genug wäre, auch die Mitgliedschaft in einem Internetforum, rockcrawler.de kommt dazu. Darüber habe ich schon in einem etwas zurück liegenden Beitrag berichtet. Im Forum sechs Wochen später vom Anfänger zum Fortgeschrittenen aufgestiegen. Nicht durch mein Wissen, durch die Freude an der Kommunikation und dem fantastischen Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten. Die Beteiligten tragen dabei so unspektakuläre Pseudonyme wie scalecrawler.

Vielleicht stellt sich der eine oder andere Mitleser auch die Frage nach dem Sinn einer solchen Plattform. Es ist einfach zu beantworten, man muss es nur aus den Augen eines Menschen mit einem beliebigen Hobby betrachten. Wie überall gibt es den Wunsch nach Wissenserweiterung und der damit verbundenen Leidenschaft, eigentlich vollumfänglich nur von allen gleichermassen Infizierten zu begreifen. Dann finden sich wie in meinem Fall, Nutzer mit Spass am Fahren jeglicher Fertigmodelle, solche die Fertigmodellen zu kleinen Wunderwerken umbauen und auch Technikbegabte, die aus jeglichem Rohmaterial ein Modell erstellen, bei dem man vor Staunen den Mund nicht mehr verschliessen kann. Auch Elektronikspezialisten denen kein Problem fremd ist, als auch solche, für die ein 3D-Drucker nur ein Teil aus PC-Komponenten, Metallrahmen und diversen Kleinteilen besteht. Frei erstellt oder modifiziert nach eigenen Vorstellungen und Verfügbarkeit. Konstruktionsgenies die am Bildschirm komplette Fahrzeuge generieren, die dann auch noch voll funktionsfähig sind. Ihnen zu folgen ist bisweilen ein Buch mit sieben Siegeln, selbst denen, die schon glaubten alles gesehen zu haben. Hier findet man aber sehr schnell seinen Meister und ich finde sie alle einfach nur Unglaublich!

Die Baustelle hatte in den vergangenen Wochen eine kleine Auszeit, da es durch die Feiertage zu Lieferverzögerungen kam. In den nächsten Tagen geht es aber am Fahrerhaus in die letzte Bauphase. Danach folgt direkt der Ausbau im Innenraum. Das fehlende Material wurde zwischenzeitlich geliefert!

Wird fortgesetzt … 🙂

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